Facelift-Techniken im Vergleich

Die Wahl der richtigen Facelift-Technik war für plastische Chirurgen schon immer schwierig, denn eine Technik, die bei einem Patienten hervorragende Ergebnisse liefert, muss bei einem anderen nicht dasselbe erreichen. Der Vergleich wird zusätzlich durch die unterschiedlichen Gesichtszüge erschwert. Selbst eineiige Zwillinge werden oft mit verschiedenen Techniken behandelt, weil Art und Ausmaß der Gesichtsalterung bei ihnen unterschiedlich sein können.

Eine in einer Fachzeitschrift veröffentlichte Studie verglich vier bekannte Facelift-Techniken und verringerte die Unterschiede zwischen den Patienten, indem eineiige Zwillinge operiert wurden. In manchen Fällen wurde nur der Hautüberschuss behandelt, in anderen auch das oberflächliche muskuloaponeurotische System (die Muskelschicht unter der Haut), das viele Chirurgen für ein gutes Ergebnis für entscheidend halten.

Die Debatte zwischen Befürwortern oberflächlicher und tiefer Techniken ist nie verstummt, doch in letzter Zeit zeigt sich ein Trend zu weniger invasiven Eingriffen, die eine schnellere Rückkehr ins soziale Leben ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie wurden im zeitlichen Abstand von plastischen Chirurgen beurteilt, die nicht im OP gewesen waren und die verwendete Technik nicht kannten, damit persönliche Vorlieben keine Rolle spielten. Sie deuten darauf hin, dass es weder bei der Qualität noch bei der Dauer des Ergebnisses wesentliche Unterschiede zwischen den Techniken gibt.

Die steigende Nachfrage nach schnellen, wenig invasiven Eingriffen scheint daher „sanftere“ Techniken zu rechtfertigen, die zudem deutlich risikoärmer sind. Siehe auch MACS-Lift und Facelift.

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